Fallende Immobilienpreise, starke Mittelabflüsse, bescheidenes Neugeschäft: Die letzten Jahre 
waren für die deutschen offenen Immobilienfonds (OIFs) nicht einfach. Seit August 2023 zogen 
die Anleger unterm Strich 13,4 Milliarden Euro aus den Fonds ab, allein im vergangenen 
November knapp 600 Millionen. Über die erforderliche Liquidität zur kurzfristigen Rücknahme 
der Anteile verfügen offenbar nicht alle OIFs – Mitte Januar verkündete das Management des 
„WohnSelect D“, dass die rückgabewilligen Investoren sich noch gedulden müssen. Mit der 
Aussetzung sollen Notverkäufe von Bestandsobjekten vermieden werden, um diese nicht unter 
dem eigentlichen Wert zu veräußern.

Zwar gehört der „WohnSelect D“ nicht zu den Schwergewichten der Branche, dennoch sorgte der 
Rückgabestopp für Verunsicherung unter Anlegern. Die Ratingagentur Scope gibt jedoch nach 
einer Befragung von OIF-Managern vorsichtig Entwarnung: Die meisten Fonds sähen sich gut 
aufgestellt, bei einigen habe sich die Lage zuletzt verbessert. Auch die Renditen, im letzten Jahr 
im Negativbereich, zögen wieder an.