1. Pflegevorsorge weit hinter eigentlichem Bedarf

    Mit dem Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) möchte die schwarz-rote Koalition mehr Stabilität in die Finanzen der sozialen Pflegeversicherung bringen. Das läuft naturgemäß auf eine stärkere Belastung der Beitragszahler sowie der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen hinaus. So sollen die Zuschläge für Heimunterbringung sechs Monate später als bisher gezahlt werden. Die Voraussetzungen für die Zuteilung eines Pflegegrades werden verschärft. […]
  2. Wohnungsbau in der Talsohle?

    Im vergangenen Jahr sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Deutschland mit 206.600 auf den niedrigsten Stand seit 2012. Um eine Trendwende einzuleiten, verabschiedete die Bundesregierung im Herbst den „Bau-Turbo“, mit dem die Genehmigungsprozesse deutlich beschleunigt werden sollten. Offenbar ohne kurzfristigen Erfolg, wie eine aktuelle Prognose des ifo Instituts zeigt: 2026 werden hierzulande voraussichtlich nur […]
  3. „Gewinn für Anleger“: das Fondsrisikobegrenzungsgesetz

    Seit April gilt das Gesetz zur Begrenzung der Risiken durch Investmentfonds (dessen voller Name hier einen ganzen Absatz in Anspruch nähme), mit dem EU-Leitlinien zum Liquiditätsmanagement in Fonds in deutsches Recht übertragen werden. Es verpflichtet Kapitalverwaltungsgesellschaften, für jeden offenen Fonds mindestens zwei geeignete Liquiditätsmanagement-Instrumente in den Anlagebedingungen zu hinterlegen und deren konkrete Anwendung zu beschreiben. […]
  4. Run auf die private Krankenversicherung

    Da die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung aus dem Ruder laufen, hat die Bundesregierung mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ein Bündel unpopulärer Maßnahmen verabschiedet. Kassenpatienten müssen zum einen mehr zahlen, vor allem wenn sie gut verdienen, und erhalten zum anderen künftig weniger Leistungen. So werden beispielsweise homöopathische Leistungen gestrichen, Zuschüsse zum Zahnersatz gekürzt und Zuzahlungen erhöht. Die beitragsfreie […]
  5. Silberstreif am deutschen Konjunkturhorizont

    Die Hoffnungen auf einen zarten Aufschwung nach jahrelanger Stagnation schienen bereits im ersten Quartal wieder obsolet zu sein. Infolge des Irankrieges und der Blockade der Straße von Hormus schnellten die Energiepreise nach oben und rissen Lieferketten. Doch nun zeigen aktuelle Zahlen zur Konjunkturentwicklung, dass die deutsche Wirtschaft durchaus auch mit dieser erneuten Großkrise umgehen kann. […]
  6. Erstes Fahrradpolicen-Rating legt große Unterschiede offen

    Der Fahrradbestand in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich, und die Zweiräder werden immer kostspieliger – vor allem wegen des E-Bike- und Pedelec-Booms. Um diese Werte abzusichern, gibt es mittlerweile eine Vielzahl spezieller Fahrradpolicen. Zwar decken auch Hausratversicherungen in der Regel Fahrraddiebstahl ab. Der Schutz hat aber meist enge Grenzen, während Kaskoschäden etwa durch Vandalismus oder […]
  7. Europas Risikoscheu kostet doppelt

    Rund 15 Prozent ihres Nettoeinkommens legen die Europäer auf die hohe Kante. Damit beläuft sich die Sparquote auf das Dreifache der US-amerikanischen. Doch während jenseits des Atlantiks laut Boston Consulting Group 56 Prozent der Haushalte am Kapitalmarkt investieren, sind es in Europa nur 27 Prozent. Etwa 12 Billionen Euro lassen die Europäer unverzinst oder mit Miniverzinsung herumliegen, als Bankeinlagen […]
  8. Das Werkstattrisiko hat Grenzen

    Wenn eine Kfz-Werkstatt unwirtschaftlich arbeitet oder falsche Abrechnungen vorlegt, muss prinzipiell der Unfallverursacher bzw. seine Haftpflichtversicherung die Zusatzkosten übernehmen. Im Rechtsdeutschen heißt das Werkstattrisiko. Dass die Werkstätten damit keinen Haftungsfreibrief erhalten, hat indes das Landgericht Saarbrücken kürzlich in zweiter Instanz bestätigt: Zu den Aufgaben eines Fachbetriebs gehöre es, die in einem Schadengutachten vorgesehenen Reparaturarbeiten auf ihre Plausibilität und Wirtschaftlichkeit zu […]
  9. Neue Förderung für Umwandlung von Büros in Wohnungen

    Auf der einen Seite herrscht in den deutschen Städten eklatante Wohnraumknappheit, die zunehmend zum sozialen Problem wird. Auf der anderen wächst der Leerstand in Bürogebäuden, insbesondere in solchen, deren Zuschnitt, Lage und Ausstattung heutigen Ansprüchen kaum noch gerecht werden. Aktuell werden landesweit mehr als 12 Millionen Quadratmeter Bürofläche nicht genutzt. Da liegt die Idee nahe, einen möglichst großen Teil […]